29. Jan

2010

Highlights Koh Samui Insel der Kokosnüsse

Zuletzt aktualisiert am 22. Juli 2019

Thailand Tipps Koh Samui © B&N Tourismus

Die Küste bei Surat Thani trägt auch den Beinamen «Küste der 100 Inseln»: Viele wunderschöne Inseln, die meisten unbewohnt, befinden sich in den Gewässern des Golf von Thailand rund um Surat Thani. Die Größte und wohl auch bekannteste unter ihnen ist Koh Samui, die Insel der Kokosnüsse.

Höhepunkte und Strände auf Koh Samui

Nicht viele Gegenden in Thailand unterlagen in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten solch einem Wandel wie Koh Samui. Als anfangs der sechziger Jahre, bedingt durch die Gründung der Fluggesellschaft Thai International und dem Fremdenverkehrsamt, der Tourismus in Thailand seinen Aufschwung nahm, schenkte niemand Koh Samui besondere Beachtung. Die spärlichen Touristenströme wurden zum größten Teil nach Pattaya und Hua Hin gelenkt. Noch 1975 vermerkt Nagels Enzyclopädie Reiseführer über Samui schlicht: «Tägliche Schiffsverbindung besteht [von Surat Thani aus] zu der Kokosnussinsel Koh Samui, deren Südsee Schönheit gerühmt wird.» Der Dornröschenschlaf der Insel dauert bis in die Mitte der achtziger Jahre an. Noch bevor Backpacker mit Reisehandbuch unterm Arm und The Beach im Rucksack Phi Phi, Koh Lanta und Khao Lak entdeckten machten sie auf Samui halt. Fischer boten kostengünstige Überfahrten zur Insel und die weiten Strände wurden auf eigene Faust entdeckt. Ende der achtzigerr Jahre wurde der Flughafen von Koh Samui gebaut und die Insel wurde zu einem der Topziele des Tourismus. Im Jahr 2000 war Koh Samui für mehr als achthundert tausend internationale Gäste und für über sechzig tausend Thailänder das Ziel, wo die Strände zusammen rund dreißig Kilometer lang sind und zum Träumen verführen. Heute ist der Tourismus zweifelsohne die Haupteinnahmequelle der Insel. Aber immer noch werden hier in großer Zahl Durian und Kokosnüsse angebaut. Monat für Monat werden Millionen dieser Früchte nach Bangkok verschifft. Und für viele Thais ist Samui noch immer die Insel der Kokosnüsse.

Knapp dreißig tausend Menschen leben auf Koh Samui, der drittgrößten Insel von Thailand. In ihrer größten Ausdehnung ist die Insel sechzehn Kilometer breit und bis zu zweiundzwanzig Kilometer lang. Im Flachland und an den bewaldeten Hängen wird Landwirtschaft betrieben. Die Berge im Inneren der Insel erreichen eine Höhe von bis zu sechshundert Meter und bilden eine natürliche Barriere für die aus unterschiedlichen Richtungen anströmenden Monsun-Winde.

Koh Samui liegt im südlichen Teil des Golfs von Siam und ist somit recht gut vor dem feuchten Südwes Monsun geschützt, der der Westküste des Königreichs heftige Regenfälle und Stürme beschert. Wenn, während des europäischen Sommers, in Phuket und Krabi die Nebensaison eingeläutet wird, beginnt in Koh Samui die zweite Hauptsaison. Besonders die Strände im Norden und Osten der Insel sind, da im Windschatten der Berge gelegen, ideale Reiseziele. Wenn in den Monaten November bis März der kühlere Nordost Monsun beginnt und die Bademöglichkeiten an den nördlichen Stränden einschränkt, so sind die Strände der West- und Südküste beliebte Rückzugsgebiete für Ruhesuchende.

Die Anreise nach Samui kann per Bus oder Bahn über Surat Thani erfolgen. Von dort gehen täglich mehrere Boote in Richtung Koh Samui ab, Ziel ist der Hauptort Nathon. Die meisten Touristen reisen jedoch mit dem Flugzeug an. Die private Fluggesellschaft Bangkok- ir bietet von Bangkok aus fast stündlich über ein Dutzend Flüge täglich auf die Insel an. Darüber hinaus ist Koh Samui von Phuket sowie von Singapore und Hongkong aus im Direktflug erreichbar.

Neben den wunderbaren Stränden sind die malerischen Fischerdörfer und die beeindruckenden Landschaften mit ihren Plantagen die Hauptattraktion von Koh Samui. Neben Entspannung und Sonnenbaden sollten Besucher es nicht verpassen, auch das Landesinnere bei einem Ausflug zu erforschen. Verschiedene Anbieter laden auch zu Ausflügen in den nahe gelegenen Ang Thong Marinenationalpark ein.

Der nach einem Fischerdorf benannte Mae Nam Beach liegt im Norden der Insel. Dieser Strand gehört zu den ruhigeren von Koh Samui und das Preisniveau ist hier niedriger als zum Beispiel am Chaweng Beach. Zwar findet man auch hier kaum noch die hundert Baht Unterkünfte für die Samui in den chtziger Jahren noch berühmt war, aber die komfortablen Bungalowanlagen neueren Baujahres sind auch recht preisgünstig. Die meisten Anlagen breiten sich großzügig in Palmenhainen direkt am Strand aus. Die großen Hotelanlagen und ein aufregendes Nachtleben wird man hier kaum finden. Dafür Ruhe und kleine Restaurants und Garküchen am Strand und im Dorf sorgen für thailändisches Inselflair. Das Meer fällt recht steil ab und ist für alle Wassersportarten hervorragend geeignet.

Östlich an den Mae Nam Beach schließt sich der Bo Phut Beach an. Strand und Landschaft ähneln dem Nachbarstrand und auch hier stehen nicht die großen Hotelkomplexe und das Nachtleben im Mittelpunkt. Allerdings ist der Chaweng Beach ein wenig näher und wer abends der Ruhe des Bo Phut entfliehen will erreicht über die gut ausgebaute Ringstraße Chaweng in wenigen Minuten mit dem Taxi.

Der Big Buddha Beach verdankt seinen Namen einer großen Buddha-Statue auf der Spitze eines Berges. Die relativ junge Statue hat zwar keinen herausragenden kulturellen Wert, ist aber dennoch einen Ausflug wert. Rund um die Statue herrscht, rege Geschäftigkeit und allerlei Souvenirhändler bieten hier ihre Waren feil. An der äußersten Nordspitze der Insel gelegen ist der Big Buddha Beach nicht das ganze Jahr über zum Baden geeignet. Während der europäischen Sommermonate ist er jedoch ein Traumstand, der allerdings während des Nordost Monsun von November bis März ist schutzlos Wind und Regen ausgesetzt ist.

Der Choen Mon Beach liegt im Nordosten von Koh Samui. An dem kinderfreundlichen Strand sind in den letzten Jahren mehrere luxuriöse Hotelanlagen entstanden. Hier können Gäste höchsten Komfort und Ruhe erwarten. Das Meer ist das ganze Jahr über relativ ruhig und der feine Sandstrand lädt zum Verweilen ein. Viele Restaurants und Shops sorgen für Abwechslung und die vorgelagerte Insel Fan Noi lockt zu Ausflügen. Das quirlige Chaweng ist nahe und neben den erwähnten Luxushotels findet man hier auch noch Unterkünfte der mittleren Preiskategorien.

Entlang der Ostküste von Samui zieht sich der größte und bekannteste Strand von Koh Samui hin, der Chaweng Beach. Die rund sechs Kilometer lange, sanft geschwungene Bucht bietet einen wundervollen Blick auf den Golf von Siam. Der Chaweng ist seit den Anfangsjahren des Tourismus der Inbegriff für den Tourismus auf Koh Samui. Leider haben hier einige Fehler der frühen Jahre ihre Spuren hinterlassen. Riesige Hotelanlagen sind aus dem Sand gestampft worden, bis Änderungen der Bauordnung diesem Übel ein Ende bereiteten. Eine Kläranlage wurde gerade noch rechtzeitig fertiggestellt und somit konnte die Wasserqualität gerettet werden. Der Chaweng Beach hat zwar viel von seinem ursprünglichen Charme verloren, aber seine Anziehungskraft ist ungebrochen. Hier kann der Urlauber alles finden, was er sich von seinem Urlaub erträumt. Ein quirliges Nachtleben, feine Restaurants mit thailändischer und internationaler Küche, Garküchen u.v.m. Klassische Vorführungen im Thaitanz und Diskotheken wechseln sich hier ab. Jung und Alt finden am Chaweng Abwechslung und Unterhaltung. Der Blick entlang dem Kokospalmen gesäumten Strand tut sein Übriges, um den Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Der Lamai Beach ist zwar nicht so bekannt wie der Chaweng und dementsprechend ein wenig ruhiger, aber keineswegs langweilig. Auch der Lamai Beach ist von Palmen gesäumt und bietet Unterkünfte in allen Preiskategorien. Allerdings dominieren am Lamai Beach die kleineren Hotel- und Bungalowanlagen. Die Souvenirs und die Restaurants sind ein wenig billiger als am Chaweng. Dem Strand sind viele Korallenbänke und Riffe vorgelagert, die bei Ebbe in bizarren Formen über den Meeresspiegel hinaus ragen. Zwischen den Dörfchen Ban Hua Thanon und Ban Lamei liegt eines der bekanntesten Ausflugsziele von Koh Samui. Eine Felsformation, die von den Einheimischen Hin Ta Hin Yai genannt wird, internationalen Gästen jedoch eher unter dem Namen Papa- und Mamafelsen bekannt ist.

Die Strände an der Südseite von Samui sind relativ ruhig. Hier findet man nicht mehr die langen Traumstrände, des Nordens und Ostens. Auch große Hotelanlagen wird man hier vergeblich suchen. Im Süden der Inseln warten versteckte Buchten und idyllische Strände darauf entdeckt zu werden. Leider ist das hier recht flache Meer nicht zum Schwimmen geeignet, doch die Landschaft entschädigt den Besucher vollauf. Die Westküste ist auch ruhig und vor allem bei Flitterwöchnern wegen der romantischen Sonnenuntergänge beliebt.

Reisetipp

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